Berichte

29.09.2012: Feyenoord und Feuerwerk in Rotterdam

Der diesjährige "Urlaub" sollte sich durch finanzielle Gründe nur auf ein Wochenende beschränken. Nach langem hin und her zwischen Rom, Stockholm und London entschieden wir uns schließlich uns das Fliegen zu sparen und lieber mit dem Auto ins benachbarte Holland zu fahren. Wir starteten also zu zweit morgens um 7:00 Uhr in Rostock und vervollständigten unsere Besatzung in Wismar. Die Fahrt war dann relativ ereignislos und dank der inzwischen fertiggestellten A1 war man auch einige Stunden später an der Grenze, welche man als solche nur dank einiger Schilder erkennt.

Stadt 2

Wir erreichten Rotterdam gegen 16:00 Uhr und begaben uns zunächst auf die Suche nach dem Ticketschalter, an dem wir unsere im voraus beantragten Karten abholen wollten. Nachdem wir das Stadion einige Male umrundet hatten fanden wir dann auch einen Ordner, der uns den Weg besser beschrieb, sodass wir am Ende den direkt am Stadion gelegenen Ticketschalter - befindet sich in Richtung der Bahngleise - fanden und für stolze 47€ unsere Karten für den Bereich NN im Oberrang der Haupttribüne in Empfang nahmen. Leider hat man da keinerlei Mitspracherecht, wo man den sitzen möchte, wenn man die Karten online über das auf der Homepage von Feyenoord verfügbare Formular beantragt. Man hat aus diesem Bereich aber einen guten Blick auf den Gästeblock und den Supportblock unten am Spielfeld. Einen Ausweis musste übrigens keiner von uns vorzeigen, obwohl im Formular die reisenden Personen mit Namen und Ausweisnummer angegeben werden müssen.
Wir machten uns schließlich noch einmal auf zum Hotel, um noch fix einzuchecken, und dann mit Bahn zum Spiel zu fahren. Das Ticket für eine normale Strecke liegt hier bei 3€ (Tageskarte 7€) und ist direkt in der Bahn beim Schaffner zu kaufen. Vom Parken am Stadion hatte man uns im Hotel abgeraten, da dort nur P5 für uns geöffnet gewesen wäre, was zum Einen wohl auch ordentlich Gebühren kostet und man zum Anderen da auch nach dem Spiel nur schwer weg kommt.

Feyenoord Rotterdam vs. NEC Njimegen

5:1 (2:0)

(Niederlande: Eredivisie 12/13: 7. Spieltag)

Zuschauer: 42.000 (Gäste ~ 200)

Das Feyenoord-Stadion, de Kuip, wirkt bereits von außen sehr groß und auch die vier freistehenden Flutlichtmasten sind zu erkennen. Draußen finden sich Fressbuden an denen man für beispielsweise 3,50€ nen Hotdog oder für 4€ ne Portion Pommes ergattern kann. Wir machten uns nach einer kurzen Runde ums Stadion dann auch auf, um das Stadioninnere zu erkunden. Der Eingang war noch völlig leer, als wir unsere Karten vorzeigten und nach sehr leichten Einlasskontrollen die Ordner passierten.
Drinnen konnte man nicht mehr mit Bargeld, sondern nur noch mit Munten, kleinen Plastikchips im Wert von 2,60€, bezahlen.
Außen am Stadion ging es dann die Treppe hinauf bis zum Oberrang, wo wir einen ersten Blick ins weite Rund wagen konnten. Eindrucksvoll ist auch der Blick, der sich von oben über die Stadt bietet. Das Feijenoord Stadion bietet 51.177 Sitzplätze und verfügt über zwei kleine Anzeigentafeln, die irgendwie nicht so ganz ins Bild passen. Dem stark in Richtung Spielfeld abgesenkten Dach verdankt das Stadion den Spitznamen "de Kuip". Für die Sicherheit sorgt hier statt Zäunen ein Graben zwischen den unteren Blöcken und dem Spielfeld. Zudem gibt es für die Gästefans eine Röhre vom Bahnhof direkt zum Gästeeingang, damit diese nicht mit dem Heimfans in Kontakt geraten können. Sehr schick fand ich dagegen, dass im Rasen an beiden Seiten der Mittellinie eingefärbte Logo. Mit offiziell 45.000 Zuschauern war das Stadion an diesem Abend auch gut gefüllt.

Draußen

Das Spiel begann schließlich recht lahm und erst nach zehn Minuten war die erste Torchance für die Hausherren zu verzeichnen. Bereits fünf Minuten später gelang dann auch das 1:0, was bei weitem nicht das letzte Tor bleiben sollte. Kurz vor der Halbzeitpause erhöhte Pellè zum 2:0 Pausenstand. Den zweiten Durchgang leitete dann Immers per Elfmeter mit dem 3:0 ein. Während Stadionsprecher, Fans und Spieler noch im eigenen Torjubel steckten gab es dann auch für die Hand voll Gäste Grund zur Freude, denn nur zwei Minuten später gelang Rieks der Anschlusstreffer für den NEC. In der 63. und 85. war es dann aber erneut Immers, der mit zwei weiteren Toren auf 5:1 erhöhte. Insgesamt zwar ein torreiches, aber nicht unbedingt ansehnliches Spiel.

Einlaufen

Auch der Support konnte nicht überzeugen: von den wenigen mitgereisten Gästen kam nichts, während Feyenoord wenigstens ein Fahnenintro zum Anpfiff präsentierte. Dazu gab es auch die ein oder andere Klasch- oder Hüpfaktion, sowie Wechselgesänge mit der Haupttribüne. Dabei war der Support nicht durchgängig und nur in wenigen Momenten wirklich laut.

Intro

Nach dem Spiel ging es zu Fuß die etwa fünf Kilometer zurück zum Hotel, da wir unterwegs noch ein kleines Bierchen trinken wollten und so vielleicht noch etwas mehr von der Stadt zu sehen bekämen als mit der Bahn. Auf etwa halbem Weg wurden wir dann auch belohnt, da ganz in unserer Nähe ein Feuerwerk veranstaltet wurde. So ganz im klaren sind wir uns nicht, warum da mitten in der Nacht ohne Zuschauer der Himmel beleuchtet wurde und auch ein Holländer war so verwundert, dass er glatt gegen eine Ampel gefahren war. Nachdem das Spektakel vorrüber war überquerten wir die Brücke und ließen uns im Außenbereich einer Bar nieder, wo mit Blick aufs Wasser und Bier dann ein Päuschen eingelegt wurde.
Schließlich fanden wir unterwegs auch noch eine Dönerbude für ein spätes Abendessen, bevor wir es uns im Hotel bequem machten. Es galt ja für den nächsten Tag in Belgien fit zu sein.