Berichte

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Irland gehört zu den Ländern, die schon lange oben auf meiner Wunschliste stehen. Innerhalb einer Woche führt uns der Weg von Dublin über Belfast und Derry nach Galway und über Limerick und Dingle zurück nach Dublin. Leider haben es die Macher des Spielplans der irischen Liga nicht gut mit uns gemeint, sodass uns lediglich die Europaleague Qualifikation in Belfast bleibt, um dem Urlaub ein wenig Fußball unterzumischen.

Nach einem Besuch im Tollymore Forest Park, in dem einige Game of Thrones-Szenen gedreht wurden und einem etwas enttäuschenden Ausflug nach Winterfell - the Old Castle Ward - geht es am Abend nach Belfast, wo wir etwa zwei Stunden vor Anpfiff das Stadion erreichen. Abgesehen von ein paar Spielern ist auf den Straßen noch nichts zu erkennen, was auf ein Fußballspiel hindeuten würde. Wir decken uns also erstmal mit ein paar Pfund ein und finden etwa einen Kilometer entfernt im Fresh noch ein anständiges Abendessen.
Als wir zurück zum Stadion kommen, sieht die Umgebung jetzt wirklich nach Fußball aus, denn aus allen Ecken sieht man nun Nordiren mit Schal gen Stadion pilgern. Am einzigen Eingang dürfen wir dann 10 Pfund löhnen, ohne dafür wenigstens ein Ticket zu ergattern - die werden hier nur zu Spielen gedruckt, wo es sich lohnt zu kontrollieren wer wo steht. Immerhin gibts für weitere 3 Pfund ein Stadionheftchen.

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Da auf der Haupttribüne ein paar Banner hängen, steuern wir die zweite offene Tribüne hinter dem Tor an. Die Haupttribüne ist doppelstöckig, wobei aber nur der kleinere Unterrang geöffnet ist. Unsere Tribüne ist ebenso hoch wie die Haupttribüne, hat aber nur einen durchgängigen Rang. Gegenüber ist in der Kurve noch eine kleinere Tribüne, die ebenfalls ein paar Sitzplätze bietet. Die Gegengerade verfügt über die beiden Mannschaftsbänke und einen kleinen Holzturm als Kamerapodest. Insgesamt ein altes, typisch englisches Stadion, dem auch die einfachen Flutlichtmasten geblieben sind. An der nahegelegenen Hauptstraße machen zudem ein paar Graffitis auf den Verein aufmerksam.

Das Spiel beginnt gut für die Nordiren, die in der ersten Runde als absoluter Außenseiter Differdange rausgekickt haben. Heute geht es um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Zypern in einer Woche und so geben beide Mannschaften ordentlich Gas. Zypern kommt gefühlt öfter vor das Tor, ist aber im Abschluss zu schwach um den Hühnen im Kasten der Nordiren überwinden zu können. Meist kommt es aber nicht einmal zum Abschluss. Anders dagegen der CFC, der bereits nach 18 Minuten durch McGuinness den Führungstreffer erzielen kann. Bis zur Pause folgen noch einige Chancen der Nordiren, die nach dem Führungstreffer Blut geleckt haben. Auch das Publikum fiebert kräftig mit, lässt sich aber nicht zu ein wenig Support überreden.

Im zweiten Durchgang bietet sich das gewohne Bild: Cliftonville stürmt nach vorne, Larnaca gelingt nicht viel. Der Treffer zum 2:0 nach nur 4 Minuten ist somit absolut keine Überraschung und zu diesem Zeitpunkt völlig verdient. Was dann passierte, frage ich mich heute noch. Irgendwie gelingt es den Gästen in der 60. und 64. Minute zwei Tore zu schießen, was Cliftonville den Boden unter den Füßen wegzieht. Danach ist im Spiel nach vorne für die Nordiren nicht mehr viel zu holen, während die Gäste langsam aufdrehen und gute 10 Minuten später selbst den Führungstreffer erzielen können.

Eine Ordnerin erklärt mir währenddessen, dass sie selbst nicht wüsste, warum heute keine Stimmung im Stadion ist, da die Fans sonst wohl sehr aktiv sind. Vielleicht hätte das der Mannschaft in der schwierigen zweiten Halbzeit geholfen. So bleibt es am Ende trotz eines letzten Aufbäumens bei einem knappen Sieg für den Gast aus Zypern und einer herben Enttäuschung für die Nordiren.
Für uns geht es jetzt weiter in die Pubs entlang der irischen Küste, die sicherlich auch noch das eine oder andere Naturspektakel auf Lager haben wird.