Berichte

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Nachdem wir inzwischen schon ein paar Jahre in Liga 3 rumdümpeln, wiederholen sich Jahr für Jahr auch die Reiseziele der Saison. In diesem Jahr sind mit Zwickau und Lotte zumindest zwei neue Gesichter im grauen Drittligaalltag aufgetaucht. Der heutige Gegner Jahn Regensburg, ist dagegen nicht völlig unbekannt. Nach nur einer Saison Abstinenz ist der SSV Jahn zurück in Liga 3 und das gleich noch mit einem neuen Stadion. Nach vielen schönen Fahrten ins nördliche Bayern in den letzten Jahren, haben wir uns diesmal entschieden, mit dem Auto anzureisen. Nachdem ganz Rostock vermeindlich ausgebombt war, was größere Fahrtzeuge angeht, hat unsere Lieblingsautovermietung schließlich doch noch einen 7-Sitzer locker machen können, sodass es bereits in den frühen Morgenstunden auf die Autobahn ging.
So konnte bei Ankunft in Regensburg auch die Biergartentradition fortgesetzt werden. Dafür musste aufgrund der Lage des neuen Stadions eine neue Lokalität ausfindich gemacht werden, wo wir nach ein paar Diskussionen und einer kurzen Wartezeit schließlich doch vor der eigentlichen Ladenöffnung eintreten durften. Somit war der Tag mit Bier und einer Portion Kässpätzle wohl auf dem vorläufigen Höhepunkt, bis es langsam Zeit wurde, sich die neue Arena mal aus der Nähe anzuschauen.

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Das gute alte Jahnstadion mit seiner Lage direkt neben der Brauerei hat schon einen gewissen Charme gehabt. Ganz anders dagegen die neue Continental Arena, die weniger charmant direkt an der Autobahn liegt. Rings herum gibt es jede Menge Parkplätze, wobei der Gästeparkplatz sogar mit einem Zaun versehen wurde. Von dort führt der Weg durch einen Tunnel unter der Autobahnauffahrt zum Gästeblock. Auf den ersten Blick eine durchdachte Fantrennung, wäre da nicht der kleine Regensburger Mob, der über die Brücke zur Parkplatzeinfahrt in Begleitung einer Polizeieskorte vorbei spaziert. Viel Beachtung findet dieser allerdings nicht.
Das Stadion ist von außen ein Betonklotz mit roter Dachkonstruktion - was sich der Architekt dabei gedacht hat erschließt sich mir nicht. Ziemlich hässlich die Kiste und auch von Innen wird es nicht unbedingt besser. Bei etwa 40°C zeigt sich auch, dass es nicht die beste Idee war, die letzten Meter des Daches mit einer Plexiglasscheibe zu decken, denn dadurch wird es nicht unbedingt erträglicher.

Spielerisch war die Erwartung nach der ganz guten Rückrunde eigentlich recht hoch, doch die Ernüchterung machte sich schnell breit. Das Gebotene war nicht das Gelbe vom Ei und es kam einem Wunder gleich, dass es torlos in die Pause ging. Nach vorne ging bei der Kogge einfach nichts und auch die Bayern waren nicht viel kreativer. Dafür begann der Support gleich mal mit dem allseits beliebten Wir lieben Hansa und hassen Bayern-Lied, was im Vergleich zu vergangenen Jahren in letzter Zeit eher selten den passenden Rahmen fand. Hat aber natürlich auch was Gutes, wenn man nicht zu häufig bis ganz in den Süden reisen muss.

Im zweiten Durchgang dauerte es dann nur wenige Minuten, bis ein Elfmeter den Regensburgern zur Führung verhalf. Dem ohnehin nicht allzu guten Support verhalf dies sicherlich auch nicht zu mehr Schwung. Mit dem zehn Minuten später verwandelten Freistoß war die Partie dann endgültig gelaufen - da halfen auch zwei frische Offensivkräfte nicht mehr. Insgesamt kann man dieses Spiel nur abhaken und nach dem ersten Dämpfer hoffen, dass es dieses mal schneller besser wird.

Das heimliche Highlight einer Auswärtsfahrt wie dieser ist dann eben doch das Drumherum und so ließ man sich anschließend den Tag nicht vermießen und genoss die süffige Rückfahrt, auch wenn das bedeutete, dass etwa alle 50 Kilometer der nächste nach einer Pause verlangte. Da waren beim Fahrer mal wieder Nerven aus Stahl verlangt, aber irgendwann war die Bande dann auch müde und so konnten die letzten Kilometer etwas flotter abgerissen werden. Manchmal muss man eben einen netten Tag unter Freunden genießen und die unangenehmen 90 Minuten dazwischen ausblenden, wenn einen diese elendige Endlosschleife von Klassenerhaltskämpfen in Liga 3 nicht irgendwann um den Verstand bringen soll. Aber die Saison ist noch jung und noch besteht Hoffnung, die Schleife doch einmal zu durchbrechen und die Zeit mit unserem Verein unbeschwert genießen zu können. Aufwachen Hansa, der Sommerschlaf ist vorbei!