Berichte

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die Jahresuhr steht niemals still... Ebenso wenig wie der Fußball, der uns neben im Moment schauerlichen Drittligapartien auch ein wenig Oberligaspaß gönnt. Am heutigen Sonntag geht es, wie könnte es auch anders sein, mal wieder nach Berlin, wo etwa 90% aller Auswärtsspiele stattfinden. Wenigstens gibt es in Berlin auch 200.000 Sportplätze, sodass wir die Hertha heute nicht wie zuletzt auf dem Kunstrasenplatz, sondern auf dem benachbarten Rasenplatz, dem Sportplatz Sömmeringstraße, besuchen dürfen. Grund für die neue Spielstätte ist, dass ab dem zweiten Jahr in der Oberliga nicht mehr auf Kunstrasen gespielt werden darf.

Für mich geht es am frühen Vormittag auf die Autobahn, die bereits auf den ersten Metern völlig überfüllt wirkt. Somit verzögert sich auch die Ankunft in Güstrow, wo die restliche Autobesatzung zusteigt. Noch sind wir ganz guter Dinge, dass heute alles glatt läuft, denn die berühmt berüchtigte Müritz-Brücke wird vorsorglich umfahren. Leider haben wir die Rechnung ohne die Öffnungszeiten der benachbarten Brücke in Malchow gemacht, sodass wir schon jetzt so viel Zeit verloren haben, dass der Anpfiff nicht mehr zu schaffen ist. Einige Staus später erreichen wir dann endlich unseren heutigen Zielort, wo die Partie schon in vollem Gange ist - allerdings ohne zählbare Ereignisse.

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Während ich durch den Haupteingang eile, nehmen meine Mitfahrer gleich die kleine Tür hinter im Gästeblock, an der keine 8€ Eintritt verlangt werden. Die Zugfahrer sind schon da und haben wohl auch schon gut getankt. Vor einigen Wochen bei unserem letzten Besuch bei der Hertha war dem Gastgeber das Bier ausgegangen. Um dem Vorzubeugen und aufgrund der horrenden Preise - 3€ zuzüglich Pfand - wurde kurzerhand ein Kasten Sternburger im nahegelegenen Supermarkt erworben und für einen angemessenen Preis unters Volk gebracht. Lobenswert ist dagegen das für 1,50€ angebotene Hack im Brötchen, was heute als Mittagessen herhalten muss.
Auf dem Rasen ist dagegen bislang nichts nennenswertes passiert und daran ändert sich auch bis zum Pausenpfiff nichts.

Mai, Juni, Juli, August - weckt in uns die Lebenslust! Daran können auch die etwa 50°C im Schatten nichts ändern, denn als der neue japanische Mittelfeldspieler Sosuke eingewechselt wird, ertönt plötzlich One Night in Bangkok aus dem Gästeblock, was den Auftakt für eine deutlich turbulentere zweite Halbzeit darstellt. Unsere jungen Götter können sich jetzt oft in den gegnerischen Strafraum vorkämpfen und haben optisch etwas Übergewicht erlangt. Nach einer vergebenen Großchance passiert dann aber, was inzwischen schon fast zur Gewohnheit geworden ist - der Ball zappelt plötzlich im eigenen Netz. Kurz vorher hatte der Schiedsrichter das Spiel nach einer Trinkpause abbrechen wollen, weil ihm die Glasflaschen im Gästeblock aufgefallen waren. Nach dem Gegentor wurde das Thema also als Provokation wieder aufgegriffen, doch der Unparteiische schien sich daran nicht mehr zu stören.

Die Stimmung ist jetzt langsam auf einem emotionalen Höhepunkt angelangt, wo das Schiedsrichtergespann nichts mehr richtig machen kann. Zu allem Überfluss fällt wenig später auch der zweite Treffer für die in weiß spielende Hertha. Doch heute ist noch nicht alles verloren, denn nach einem Foul im Strafraum gibt es per Elfmeter den Anschlusstreffern. Da ist doch noch was drin!!
Ey Schiri! Du kannst doch nichts pfeifen, was du nicht mal gesehen hast! Der schreit und du ziehst gelb?! Getroffen hat es diesmal Sosuke, der erst einmal von Torschütze Manuel Suda beruhigt werden muss. Wir schießen jetzt einfach noch ein Tor und dann läuft das schon! - Eins?! Macht mal noch acht!! Doch daraus soll nichts werden, denn der Freistoß landet schließlich wieder in unserem Tor, womit in der 88. Minute das Spiel endgültig entschieden ist. Der letzte Treffer in der Nachspielzeit ist da schon nicht mehr wichtig.

Eigentlich sah es lange Zeit nicht schlecht aus für unsere jungen Götter, doch in den letzten 15 Minuten haben sie sich schlicht und einfach überrollen lassen. Erst im Mai war die 2:0-Führung beim CFC in den letzten Minuten vergeben worden. Jedenfalls werden die Verantwortlichen bei der Hertha froh sein, den Hansa-Besuch für diese Saison gut überstanden zu haben.
In diesem Sinne: September, Oktober, November, Dezember und dann... ja, was ist denn dann? Dann fängt das Ganze schon wieder von vorne an.. Bis zum nächsten Mal!