Berichte

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Wenn es etwas gibt, was wirklich unschön ist, dann ist das ein Auswärtsspiel von Hansa auf einen Freitag, den man statt auf der Autobahn im Büro verbringt. Um sich vom Schicksal aber nicht das ganze Wochenende versauen zu lassen, entschieden wir uns, einfach einen kleinen Ausgleich für das verpasste Spiel zu schaffen. So geht es am frühen Samstag Vormittag in süd-östlicher Richtung auf die Autobahn. .

Tatsächlich ist es nicht der erste Versuch, Hradec Králové einen Besuch abzustatten und auch heute wird es keine Besuch im schönen alte Všesportovní Stadion geben, denn es wird - vermutlich wegen des geplanten Umbaus - in Mladá Boleslav gespielt. Etwa zwei Stunden vor Anpfiff erreichen wir bei ca. 30°C die etwa 60 Kilometer von Prag entfernte Stadt. Ein Parkplatz am Stadion ist schnell gefunden und so kann man sich zunächst ein Bierchen gegen den Durst und ein Eis gegen die Hitze im nahegelegenen Supermarkt gönnen.

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Das Highlight einer jeden Tschechen-Tour erwartet uns dann bereits auf den ersten Metern im Stadion, denn der Grill ist bereits eingeheizt und die Klobasa für 50 Kronen kann sich hier wirklich sehen lassen. Die letzten Minuten bis zum Anpfiff vergehen damit wie im Flug und man hätte ihn beinahe verpassen können. Kurz bevor die Mannschaften aus den Kabinen kommen habe ich dann aber doch am Spielfeldrand direkt neben dem kleinen Fanblock Position bezogen.

Die geringe Zuschauerzahl lässt natürlich nicht viel erwarten, aber die Jungs und Mädels hinter den Bannern sind mit Herzblut dabei und unterstützen ihre Mannschaft eifrig. Sportlich gesehen stehen ihre Chancen auch nicht schlecht, denn während Hradec im Tabellenmittelfeld platziert ist, bilden die Gäste ohne einen einzigen Punkt das traurige Schlusslicht. Entsprechend munter spielen die schwarz-weißen Hausherren ihr Spiel mit einigen guten Torchancen in der ersten Hälfte, woraus allerdings nicht der längst verdieten Führungstreffer entsteht. Dennoch ist es schön anzusehen, wie jedem Ball nachgegangen wird, wobei die Gangart nicht immer die sanfteste ist.

Im zweiten Durchgang bricht dann die Verteidigung der Gäste und die gefühlt 100ste Großchance lässt den Ball endlich im Netz zappeln. Vorangegangen ist ein wüstes Gestocher im Strafraum zwischen Torwart und Stürmer, welches der hinzugeeilte Pázler schließlich beenden kann, indem er den Ball über die Linie schiebt. Damit ist das Eis dann auch gebrochen und Pázler legt 8 Minuten später noch einmal nach. Damit ist das Spiel dann endgültig entschieden.

Nach diesem ganz netten Auftakt geht es für uns zurück zum Auto. Ein nervöser Tscheche mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit hat mich dann beinahe umgekachelt und macht seinem Ärger mit lautem Hupen, einer Vollbremsung und schließlich lautem Schimpfen Luft. Ob ihn die gegenüber stehende Polizei veranlasst hat, kurz darauf weiter zu fahren, werden wir wohl nie erfahren.
Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir dann unser Hotel in Prag, von wo es noch einen kleinen Abstecher in die Stadt gibt. Bei Bier und Cocktails im Bar-Rock - einem wirklich netten Laden am Wenzelsplatz - nimmt der Abend dann seinen Lauf, wobei der mit Gläsern und Flaschen jonglierende Barkeeper auch den letzten müden Mitfahrer zum trinken animieren kann.