Berichte

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Nachdem die erste Hälfte meiner diesjährigen Pflichtspiele in Polen bereits erfolgreich abgehakt werden konnte, stand für dieses Wochenende das Danziger Derby auf dem Plan, welches bereits nach wenigen Augenblicken ausverkauft gewesen ist. Die perfekte Ergänzung dazu war erneut das Spiel der Kolejorz, die an diesem Wochenende zuhause spielen würden. Mitte der Woche kam dann aber die Ernüchterung, da die Akkreditierung abgelehnt wurde und somit der eigentliche Hauptakt ersatzlos gestrichen wurde. Kein Grund, zuhause zu bleiben, denn in Poznań warteten neben dem Spiel auch alte Bekannte, denen ich das nächste gemeinsame Bierchen bereits seit zwei Jahren schuldete.

Somit hieß es am frühen Samstag morgen ab zum Bahnhof, um mit dem Bus gen Berlin zu starten. Was machst du denn schon wieder hier? Mainz II?! Ja da muss man dem Busfahrer wohl Recht geben, eine offensichtlich gute Ausrede das Heimspiel unserer Kogge zu verpassen gibt es wohl nicht, aber zumindest ist es der letzte geplante Trip für dieses Jahr und somit hält sich das schlechte Gewissen in Grenzen und wird von der Vorfreude auf den Abend überstrahlt. Ab Berlin geht es dann wie gewohnt mit dem roten PolskiBus weiter, der aufgrund von Stau kurz vor der Grenze erst mit einiger Verspätung Poznań erreicht.

Also schnell die Füße in die Hand genommen und zum Hostel geeilt, welches noch vom Besuch vor 2 Jahren bekannt ist. Dann kann mich auch nichts mehr davon Abhalten, zur nahe dem Marktplatz gelegenen Kneipe zu gehen und mich dem sogenannten Pre Match Drink der Kolejorz Scotland anzuschließen, einer inzwischen recht internationalen Truppe, mit der keine Langeweile aufkommen dürfte. Später geht es dann mit dem Taxi weiter zum Stadion.

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Am Stadion gilt der erste Gang dann der großen Lok, die offensichtlich ein beliebter Ort für ein paar Fotos darstellt. Schließlich ist es so spät, dass das Auffinden der Akkreditierung und des entsprechenden Eingangs mich beinahe den Anpfiff gekostet hätte. Zumindest heißt es die erste Halbzeit auf Seiten des Gästeblocks zu verbringen, der sogar recht ordentlich gefüllt ist, auch wenn das Stadion insgesamt ziemlich leer ist. Der Support ist jetzt nicht unbedingt weltbewegend und weist für meinen Geschmack zu viele Lücken auf.

Ebenfalls über weite Strecken nicht sehr überzeugend ist die Leistung der Gäste auf dem Rasen, denn das Spielgesehen findet hauptsächlich in deren Strafraum statt. Bereits nach knapp 10 Minuten fällt dann auch schon das erste Tor für Lech - nach der nervenaufreibenden Partie am vergangenen Wochenende wohl Balsam für die Seele. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hat dann aber auch Wisła mal eine kleine Drangphase, was auch den Gästeblock ein wenig aufweckt. Wohlwissend, dass ein Seitenwechsel während das Spiel läuft nicht möglich ist, versuche ich dann doch mal mein Glück und bekomme erstmalig eine Erklärung für dieses Verbot: wegen der Werbebanden, die auf der Seite stehen...

In der zweiten Hälfte geht es dann aber rüber zur Heimkurve, die den Unterrang gut füllt und auf beiden Rängen beflaggt ist. Baulich etwas unglücklich gelöst ist, dass der Zaun mit den Bannern vorne den ersten Reihen völlig die Sicht nimmt. Der Support ist insgesamt ganz gut, auch wenn auf optische Highlights heute verzichtet wird. Auf dem Rasen bleibt auch bis zum Ende der Partie alles beim Alten und Lech kann per Elfmeter kurz vor Ende noch einmal auf 2:0 erhöhen. Etwas überrascht bin ich dann doch, als die Banner direkt mit dem Abpfiff eingesammelt werden und sich die Siegesfeier auf einen kurzen Applaus beschränkt. Vielleicht ist es einfach zu kalt und was gibt es besseres, als den Sieg anschließend in einer kuschlig warmen Kneipe zu feiern?

Zuvor steht aber noch ein weiterer Abstecher zur alten Lok an, welche die perfekte Kulisse für ein kleines Mobfoto mit entsprechender Untermalung bietet. Die Polizei nebenan scheint sich daran nicht zu stören, was ich so selbst in Polen nicht erwartet hätte. Uns soll es nicht stören und so geht es wenig später dann wirklich zum kulinarischen Teil des Abends über, der sich bis in die frühen Morgenstunden ziehen soll.
Am nächsten Tag habe ich dann noch ein wenig Zeit, durch die Stadt zu schlendern, bevor es zurück nach Rostock geht. Fürs späte Frühstück fällt mir dabei ein netter kleiner Laden nahe dem Marktplatz namens Gramofon ins Auge, der jede Menge Crepes-Varianten von Süß bis Herzhaft anbietet. Falls mal jemand auf der Ecke sein sollte, unbedingt mal ausprobieren!