Berichte

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Sind wir mal ehrlich, so langsam weicht die gewohnte Vorfreude auf eine Auswärtsfahrt dem Ärger über den sportlich wenig erfolgreichen Fußball in Rostock. Da kann man wohl für viele sprechen, die sich den Spaß Woche für Woche geben, wenn man sagt, dass wir eigentlich gar keine sportlichen Glanzleistungen erwarten oder den sofortigen Aufstieg in eine höhere Spielklasse. Alles was wir erwarten, ist Einsatz, Kampf, Leidenschaft. Ihr Jungs repräsentiert auf dem Platz unseren Verein, unsere Stadt, unser Bundesland und genau das solltet ihr mit Stolz tun. In der Hoffnung, das der Funken endlich wieder überspringt und ihr euch wirklich mal für euren Verein den Arsch aufreißt, geht es also auch an diesem Wochenende auf die Autobahn mit dem Ziel Osnabrück.

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Schon in der Vergangenheit waren Fahrten nach Osnabrück nicht die unkompliziertesten und der Ordnungsdienst hat gerne mal alle Register gezogen, wobei auch vor Zelten für intensivere Kontrollen kein Halt gemacht wurde. Heute ist es allerdings nicht der Ordnungsdienst, der für Ärger beim Einlass sorgt, sondern die Polizei, welche die bereits durchgewunkene Choreo verbietet. In Folge dessen füllt sich der Gästeblock nicht ganz so schnell wie gewohnt und manche kommen erst zur Halbzeitpause im Block an. An Stimmung ist somit im Gästeblock erstmal nicht zu denken und es bleibt bei einigen ACAB-Klatsch-Einlagen.

Selbiges Eldend zeichnet sich auch auf dem Rasen hab, wo sich unsere Mannschaft bereits im ersten Durchgang völlig hinten rein stellt und nur selten mal mit einem Konter mehr oder minder gefährlich vor das Osnabrücker Tor kommt. Es kommt natürlich, wie es kommen muss und irgendwann zappelt der Ball hinter Schuhen im Netz. Ganz ehrlich? Da ist man wieder völlig bedient für dieses Wochenende, es war schließlich nur eine Frage der Zeit. Das einzige, was man heute wirklich genießen kann, ist wohl das warme Frühlingswetter, dass einen kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Sommer gibt.

In der Heimkurve wird derweil munter supportet und die Freude über die Führung ist natürlich riesig. Ein paar Fahnen sind hier im Dauereinsatz, wie im Westen unserer Republik üblich. Ein solider Auftritt, aber keiner, der einem lange in Erinnerung bleiben wird.
Auch der Gästeblock nimmt in der zweiten Halbzeit mit gewohnt hoher Beteiligung Fahrt auf und gibt alles, um unsere Jungs endlich aufzuwecken. Tatsächlich haben die auch keine andere Wahl, als nach dem Rückstand jetzt selbst nach vorne zu spielen und auf den Ausgleich zu drücken. Warum man sich dafür zuerst einen einschenken lassen muss? Keine Ahnung, aber zumindest scheint die Taktik irgendwie aufzugehen, denn in der 90. Minute kann Erdmann den ersehnten Ausgleichtreffer markieren.

Während im Gästeblock jetzt der Zaun gestürmt wird und der vermeindliche Punktgewinn bejubelt wird, kommt es wenige Augenblicke ganz bitter, als plötzlich Osnabrück jubelt: 2:1 - doch verloren! Wut, Enttäuschung, Fassungslosigkeit folgen auf den kurzen Freundentaumel. Ja auch das ist Fußball, aber mit den bedrohlich näher rückenden Abstiegsplätzen im Rücken herrscht nun akuter Gesprächsbedarf. Während sich die Mannschaft direkt am Zaun den Fans zum Gespräch stellt, braucht Trainer Brand wohl eine Extra-Einladung, der er schließlich aber auch folgt. Mit einem abschließenden Wenn wir zusammen stehen...-Gesang wird schließlich die Mannschaft verabschiedet.

Ein paar Tage sind seit Osnabrück vergangen und so erlaube ich mir zum Abschluss noch einen kleinen Kommentar zum folgenden Heimspiel gegen den MSV Duisburg. Keine Ahnung, warum es diesmal klick gemacht hat, aber das war genau die Körpersprache, die man auf dem Platz sehen will, da ist der Sieg dann eigentlich nur noch das Sahnehäubchen. Das Spiel, die Stimmung, selbst das Wetter mit Wind und Regen.. so viel Spaß hat Fußball lange nicht mehr gemacht. Also weiter Gas geben, ihr könnt es, also zeigt es auch!